OT 10 – Tancredi

12,00

Gioachino Rossini: Tancredi / Tamkred
Text von Gaetano Rossi. Libretto Italienisch/Deutsch, übersetzt und herausgegeben von Reto Müller.
ISBN 978-3-96023-266-7 | Leipzig 2019, 226 Seiten, 12×19 cm, Klebebindung

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Beschreibung

In dem 1005 von den Mauren unter Solamir bedrohten Syrakus verbünden sich die bislang verfeindeten Familien. Argirio verspricht seinem einstigen Gegner Orbazzano die Hand seiner Tochter Amenaide, die auch Solamir als Friedenspfand verlangt. Deren Vertraute Isaura weiß um ihre Liebe zu dem verbannten Tankred, dessen Rache man fürchtet. Ihm und allen Verrätern droht die Todesstrafe. Tankred ist mit seinem Vertrauten Roggiero inzwischen inkognito in Syrakus eingetroffen und sehnt sich nach Amenaide. Ein Brief, in dem sie Tankred zur Herrschaft über ihr Herz und die Stadt aufforderte, wird abgefangen und als Botschaft an Solamir missverstanden. Sie nimmt das Todesurteil auf sich, um den geächteten Geliebten nicht zu verraten. Dieser rettet sie in einem Gottesurteil im Duell gegen Orbazzano, obwohl auch er sie für schuldig hält. Erst zuletzt erkennt er ihre Unschuld. Beim glücklichen Ende triumphiert die Liebe, während in der tragischen Fassung der verwundete Tankred bei der Trauung mit Amenaide sein Leben aushaucht.

Tancredi, 1813 für das Gran Teatro La Fenice in Venedig komponiert, ist der erste große Erfolg einer ernsten Oper von Rossini, der sich bereits mit komischen Opern einen Namen gemacht hatte. In der Fassung für Ferrara ersetzte der Komponist das konventionelle glückliche Ende durch eine experimentelle, sehr realistische Sterbeszene. Eine dritte Fassung für Mailand kombinierte neue und bisherige Elemente und stellte das Happy End wieder her. Hierauf basierte der Siegeszug von Tancredi und seinem berühmten „Di tanti palpiti“, die das Rossini-Fieber alsbald überall entfachten. In dieser Ausgabe der Reihe Operntexte ist der vollständige Wortlaut dieser drei Fassungen abgedruckt und übersetzt.