OT 21 – La gazza ladra / Die diebische Elster

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Gioachino Rossini: La gazza ladra / Die diebische Elster
Text von Giovanni Gherardini. Libretto Italienisch/Deutsch, übersetzt und herausgegeben von Reto Müller.
ISBN 978-3-96023-711-2 | Leipzig 2026, 280 Seiten, 12×19 cm, Klebebindung

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Beschreibung

Auf dem Gut von Fabrizio wird die Rückkehr des Sohnes Giannetto aus dem Krieg gefeiert. Alle hoffen auf seine Ehe mit dem Dienstmädchen Ninetta, nur die Hausherrin Lucia begegnet ihr mit Misstrauen, zumal eine silberne Gabel verschwunden ist. Ninettas Vater Fernando, der als Deserteur gesucht wird, erscheint heimlich und übergibt ihr ein Silberbesteck, das sie veräußern soll. Kurz darauf stiehlt eine Elster unbemerkt einen Löffel der Familie. Ninetta verkauft das väterliche Besteck an den Krämer Isacco. Der lüsterne Bürgermeister, den Ninetta abgewiesen hat, bezichtigt sie des Hausdiebstahls. Um ihren Vater zu schützen, schweigt Ninetta und wird gemäß geltendem Recht zum Tode verurteilt. Als der Vater versucht, sie vor Gericht zu entlasten, lässt ihn der Präfekt verhaften. Sogar der Gefängniswärter Antonio und der Amtsdiener Giorgio sind erschüttert. Zufällig entdeckt der Bauernbursche Pippo das Diebesgut im Nest der Elster. Ninettas Exekution wird in letzter Sekunde verhindert, und Fernandos Freund Ernesto überbringt dessen Begnadigung. Während der Bürgermeister betroffen abseits steht, wird Ninetta zum allgemeinen Jubel mit ihrem Vater und ihrem Geliebten vereint.

Mit großer Begeisterung vertonte Rossini 1817 ein aus einem Libretto-Wettbewerb hervorgegangenes Textbuch. Giovanni Gherardini hatte das auf einer wahren Begebenheit basierende Melodram La pie voleuse zu einem Libretto verarbeitet, das zum halbernsten Genre der Opera semiseria gehört: Nach festlichen und komischen Szenen spitzt sich die Handlung dramatisch zu und endet letztlich mit der Rettung der verfolgten Unschuld. Nach dem überwältigenden Erfolg an der Mailänder Scala richtete Rossini die Oper 1819/20 für eine andere Sängerbesetzung am Königlichen Theater in Neapel neu ein. In dieser Ausgabe der Reihe Operntexte ist der vollständige Wortlaut beider Fassungen, wie sie von Rossini vertont bzw. eingerichtet wurden, abgedruckt und übersetzt.